Peter Brandlmayr, Maurizio Nardo
In einer camera obscura wird etwas Subcutanes, etwas Verborgenes, (Un)Heimliches, unscheinbar Aufleuchtendes, etwas Schwebendes zur Erscheinung gebracht. Grundvoraussetzung dafür ist: eine Kammer und ein Loch, sprich Trennung und Verbindung – und also etwas, auf dem alles Existente baut.
Alles Existierende ist multipel perforierte Kammer, multiple camera obscura. Nicht nur unter der Hornhaut auf der Netzhaut liegt ein Bild, sondern unter und auf all jenen Häuten, aus denen wir bestehen, gibt es ebensolches, und zwar in rauen Mengen. Häute sind porös, löchrig. Häute sind Reflexionsflächen und Flexionsflächen, sind Orte der Projektion und Ursache weitergehender Projektionen. Alles Existente ist in Bildern schillernd, lichtdurchflutet, aus- und einsichtsreich.





